Ausstellungseröffnung in der Schranne

BAD KÖNIGSHOFEN

Entdecke dein Talent

Regina Vossenkaul BAD KÖNIGSHOFEN

Am Sonntag, dem Internationalen Museumstag, wurde in der Schranne in Bad Königshofen eine Ausstellung eröffnet, die viele Beispiele aus der Arbeit des „Jukunet“ zeigt.

Eine Wohltat für die Seele ist es, sich das alles anzuschauen, was hier auf die Beine gestellt wurde“, sagte die Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar zum Auftakt der Ausstellung „Kultur macht stark“ anlässlich des 38. Internationalen Museumstags. Die jungen Künstler erklärten ihre Arbeitsergebnisse und die Botschaften, die dahinter stehen.Eva Deutsch, derzeit Praktikantin in den Museen in der Schranne, führte durchs Programm, das von der Hip-Hop-Tanzgruppe unter der Leitung von Christiane Smart eröffnet wurde. Sabine Dittmar erläuterte, dass sie dem Netzwerk „Jukunet“ und dem Jugendzentrum (JuZ) schon lange verbunden sei. Es sei für sie daher eine Selbstverständlichkeit gewesen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten mitzuhelfen, dass das Projekt „Kultur macht stark“ mit Fördermitteln des Bundes in Bad Königshofen umgesetzt werden konnte.

„Kunst ist für mich nicht nur eine Frage des Gefallens und des Geschmacks, sondern in erster Linie eine Frage des Verstehens“, so Dittmar. Bei „Kultur macht stark“ gehe es darum, Kinder und Jugendliche in ihren Ausdrucksmöglichkeiten und ihrer Persönlichkeitsentfaltung zu fördern. „Denn wer sich ausdrücken kann, egal ob durch Sprache, Bilder, Musik, Tanz und Kunst, der wird von anderen leichter verstanden.“

Das gegenseitige Verständnis stärke die Gemeinschaft insgesamt, was der wesentliche Grund für das Bundesministerium für Bildung und Forschung war, das Programm „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ ins Leben zu rufen. 2013 bis 2017 fördert das Ministerium mit 230 Millionen Euro außerschulische Angebote der kulturellen Bildung. Ein Teil davon ist nach Bad Königshofen geflossen, in eines von insgesamt 8000 Projekten deutschlandweit.

Für Stadtrat Mathias Fries passt das Motto des diesjährigen Museumstags „Museum. Gesellschaft. Zukunft.“ genau zu der Arbeit, die vom Jukunet geleistet wird. Die Grafiken, Gemälde, Fotos, Videosequenzen und Audioguides seien nur ein kleiner Ausschnitt aus den vergangenen und laufenden Projekten. „Die Kinder entdecken in den Kursen ihre Talente und Fähigkeiten, die ihnen bisher oft gar nicht bewusst waren“, so Fries. Die Gesellschaft brauche gerade in der strukturschwachen Region kreative und innovative Menschen. Um genau das zu fördern, sei das Jukunet mit dem Integrationsprojekt „Kultur, Bildung, Kompetenz“ (KuBiK), dem Museumspädagogik-Projekt „Museobil-Box“, dem Ferienbildungsprogramm „Talent-Campus“ und vielen Workshops und Exkursionen gegründet worden, so Fries. Während in virtuellen Welten lebende Jugendliche ihre sozialen Kompetenzen verlernten, würden diese durch das Miteinander im Jukunet aufrechterhalten und weitergebildet. Fries bedankte sich besonders bei den „Netzwerkern“, der Pädagogin und Vhs-Mitarbeiterin Renate Knaut, Museumsleiter Andreas Rottmann und den vielen ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement.

Klaus Schemmerling sprach für die Vhs Rhön und Grabfeld, die Teil des Netzwerks ist, und für den Volkshochschulverband Unterfranken. Er zeigte sich „total stolz“ auf das, was in der Jugendarbeit in Bad Königshofen geleistet wird. Der Talent-Campus gebe gerade Kindern und Jugendlichen mit wenig Geld die Möglichkeit, sich im Bereich Kultur zu betätigen. Gern würde er das Programm auch in anderen Orten realisieren, dort fehlen aber die wichtigen Kooperationspartner, die in Bad Königshofen mit Jugendzentrum und Museum vorhanden sind. Auch die Vereine leisteten wichtige Beiträge innerhalb der offenen Jugendarbeit, decken aber hauptsächlich Sport und Musik ab. Er hoffte, dass beim Streichen von freiwilligen Leistungen der Rotstift nicht bei der Jugendarbeit angesetzt wird, sagte Schemmerling.

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Schranne bis zum 12. Juli besucht werden.

Zur Bilderserie auf der Mainpost – Seite:

6582845_1_1JHR2J