Archäologiemuseum

Das Archäologiemuseum in Bad Königshofen wurde 1988 als Zweigstelle der Archäologischen Staatssammlung München in der „Schranne“ eröffnet, einem im Jahre 1693 errichteten Getreidespeicher. Nach umfangreichen Umbauten an Gebäude und Ausstellung wird es am 14. Mai 2019 wieder eröffnet. Das Archäologiemuseum zeigt in insgesamt 13 Themenblöcken auf etwa 400 Quadratmetern über 1.000 Einzelobjekte. Es ist das einzige staatliche archäologische Museum in Unterfranken. Grundlage der Ausstellung sind archäologische Funde, die hauptsächlich aus dem nordöstlichen Unterfranken stammen, speziell den Landkreisen Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld, Schweinfurt und Haßberge. Kern dieses Gebietes ist das Grabfeld, eine der am frühesten bezeugten fränkischen Landschaften. Dieser alte ostfränkische Gau erstreckte sich einst über die Rhön hinaus sowie bis hin zu Thüringer Wald und Rhein. Seine Bewohner werden als „Graffelti“ in einem Schreiben von Papst Gregor III. im Jahr 739 erstmals erwähnt. Das Archäologiemuseum hebt die Eigenheiten dieser Region in der Vor- und Frühgeschichte besonders hervor. Die Planungen zur Sanierung des Gebäudes und die Gestaltung der neuen Dauerausstellung übernahm das Stuttgarter Architektenbüro Space4. Für den nichtstaatlichen Teil der Maßnahmen konnten umfangreiche Fördermittel, unter anderem aus dem Programm Leader+, gewonnen werden. Für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen steht zukünftig ein Aufzug zur Verfügung, der von der Straße aus zugänglich ist. Ein neuer Gebäudeteil wurde im Innenhof zur Anbindung des „Salzhauses“ mit dem „Museum für Grenzgänger“ an die „Schanne“ errichtet. In seinem ebenerdigen Teil befindet sich ein Raum für Museumspädagogik. Zudem ist hier die Steinzeitwerkstatt des Museumspädagogischen Zentrums Bad Königshofen untergebracht. Diese Einrichtung ist besonders für Schulklassen und Gruppen eine besondere Attraktion bietet sie doch Einblick in Leben und Handwerkstechniken vorgeschichtlicher Menschen. —————————————————————————————— Wir sind Mitglied im Museumsverbund Rhön-Saale.